Wahlkampf goes digital
Ok, also im ersten Moment war ich überrascht, als ich auf dem Blog von Christoph Chorherr dazu aufgerufen wurde, mir etwas für den Grünen Wahlkampf zu überlegen. Plakate, Texte Slogans, alles könne man posten heisst es.
Ich finde die Idee gut mit Crowdsourcing an das Thema ranzugehen, aktiviert jedenfalls das urbane Umfeld, das vielleicht idiologisch den Grünen nahesteht, aber sich dann doch lieber mit der Frage beschäftigt, zu welchem See man ob des schlussendlich eingetroffenen Sommers man flüchtet.
Obama hat vorgezeigt wie es geht, nicht jeden Tag machen Künstler so wie Shepard (Obey Giant) etwas freiwillig, um ihren Favorite zu unterstützen. Welche Gründe ihn dazu gebracht haben sich politisch für den Demokraten Barack Obama einzusetzen, kann man hier im Interview lesen. Die Poster waren nach eigenen Angaben innerhalb von Minuten ausverkauft.
Was es an Medienkanälen gibt, hat er genutzt, und ganz ehrlich, sein Auftritt ist mit Abstand das beste was ich im politischem Umfeld gesehen habe. Gute Berater muss der Gute haben, es war unglaublich ihn auf Twitter, Flickr, youtube usw. überall gleichzeitig zu sehen. Und auch ein bisschen unheimlich, weil geplant und gesteuert.

Ästhetisch sind wir schon fast bei klassischer Propaganda angelangt. Nicht nur mir war das dann irgendwie unheimlich. Aber ehrlich, übertreiben kann man es nicht, die Anzahl derer, die sich daran stossen, dass Ihre Medien jetzt politisch missbraucht werden ist bedeutend kleiner als derer die sich freuen dass endlich jemand von ZIB 1 Format den Weg in die weiten Ebenen des Web 2.0 gefunden hat.
Also wenn das hier passiert, dann ist das für die Grünen wohl nur ein Luxusproblem.




