Nach dem spannenden Hinweis von Heinz Wittenbrink in seinem Lost and Found Blog auf Analysen zum US Wahlkampf und den steigenden Einfluss der jungen Wählergeneration hat sich für mich ein Punkt klar herauskristallisiert.
Wir reden über einen Personenwahlkampf.
Obama, Sarkozy, Putin sind wohl die besten Beispiele der erfolgreichen Aktivierung der Jungen, wenn auch mit gänzlich unterschiedlicher Ausrichtung und Einsatz von Mitteln. Wenn wir, so wie Max Kossatz vortrefflich darstellt, vom Einsatz von Web 2.0, im speziellen Social Networks als starke Waffe in einem Wahlkampf reden, dann kann die kleinste Einheit des Systems doch nur eine Person sein, kein Programm und schon gar keine Ideologie.
Konkret betrachtet bietet sich für die kommende Nationalratswahl ein interessantes Bild. Keine der Grossparteien hat es geschafft, oder traut sich, eine charismatische Person an die Spitze zu stellen. Bünde und Seilschaften, die im Hintergrund die Fäden ziehen haben dies immer erfolgreich verhindert, Kompromisskandidaten haben den Vorrang, nur kein Risiko eingehen.
Gerade jetzt bietet sich die grossartige Chance sich über einen Personenwahlkampf zu profilieren, Stammwähler zu aktivieren und neue Wählerschichten anzusprechen. Ob diesmal die Zeit für die Grünen ausreicht, ist fraglich. Probieren sollten sie es.